Archive for März, 2004

20.03.04: Der letzte Abend, wir drehen noch einmal auf …

Montag, März 22nd, 2004

Samstag, der letzte Abend. Noch ein letztes mal probt die Band, wird das Bistro vorbereitet, der Saal hergerichtet.
Noch einmal die letzten technischen Checkups, Infos für die Mitarbeiter, Absprachen der Seelsorger.
Dann geht es los.

Zum zweiten mal spielt die hauseigene Band Jeremy OneSeven, die Stimmung ist gut, die Zuschauer sind dabei.
Das Rätsel um die Dekoration wird gelöst: Es ist der Weihnachtsschmuck auf dem Tisch am Eingang, der von vielen glatt übersehen wurde, weil er zufällig in die typische JesusHouse Farbgebung passt. Gewinner werden ausgelost und mit kleinen Preisen beschenkt
Noch ein letztes mal wird “Jesus in my House” gespielt, die Technik zeigt an: Noch eine Minute. Also macht Jeremy noch einen dritten Refraindurchlauf, noch eine Wiederholung. Noch 30 Sekunden, das JesusHouse Logo erscheint per Satellit auf der Wand. Also drehen wir noch eine Runde durch die letzten vier Takte.
Jeremy dankt von hier aus den Zuschauern im Saal, besonders den Mädels vorne rechts, die auch die letzte Runde noch mit Tanz und Klatschen mitgemacht haben ;-).

Zehn Sekunden … die letzten Takte werden gespielt, Hände legen sich auf Knöpfe und Regler …. drei, zwei … das Licht im Saal geht aus, … eins … der letzte Akkord erklingt … GO! Der Ton ist da, der Megafonmann ist auf Sendung … Berlin, wir sind dabei.

Noch ein letztes Mal erleben wir den übervollen Tränenpalast, die Jesushouse WG.
Musikalisch bietet Seeker’s Planet fetzigen Rock mit Bläser-Sektion. Auch Judy Bailey ist als Gastmusikerin dabei.

Im Interview berichtet DJ Knaffi von der Arbeit des Cafe Stoffwechsel, die Kinder und Jugendliche aus schwierigen Verhältnissen erreichen und fördern will.

Christina Riecke berichtet von einem Gespräch mit einem Soap-Autor, in dem die zwei ihre Arbeit mit “Geschichten - die das Leben schreibt” vergleichen. Schallendes Gelächter im Saal, als sie erzählt, wie sie den Spruch “Wenn man ständig bibelt, hat man dann nicht nur Bibel im Kopf?” mit “Wenn man ständig Soap schreibt, hat man dann nicht nur Seife im Kopf?” pariert.
Klare Antwort auf die Frage, wie man denn zu Jesus kommt, und wie da das Casting aussieht: “Kein Casting um reinzukommen, DU entscheidest! Willst Du rein, bist du drin.”

Torsten Hebel spricht über den Zweifler - “Ich glaube nur, was ich sehe” und nimmt den Zweifel ernst. Einfach zu köstlich, aber gleichzeitig tiefgründig, wie er den Zweifler Thomas darstellt. Er fordert dazu heraus, nach der Wahrheit zu suchen.

Ein letztes mal kommt der Aufruf nach vorne zur Türe, letzte Gelegenheit, im Rahmen dieses Events den Schritt zu gehen. Und auch heute wird das Angebot angenommen, etliche gehen den Schritt zur offenen Türe, werden von den Seelsorgern empfangen und führen Gespräche, übergeben ihr Leben dem Christus.
Noch einmal finden auch im Raum weitere Gespräche statt, wird diskutiert oder auch nur locker ‘rumgehangen. Ausklang von JesusHouse.

Bis 23:00 Uhr geht der Abend noch, dann kommen zum letzten mal die Mitarbeiter, die den Saal wieder reinigen, für den Gottesdienst am nächsten Morgen wieder herrichten.

Jesushouse ist zu Ende, wir Mitarbeiter können es kaum glauben. Wir scherzen schon darüber, dass wir am nächsten Abend wohl um 18:00 Uhr zuhause mit den Füssen scharren oder wie der Puma im Käfig sinnlos umherlaufen … heute kein Jesushouse?

Aber nein, JesusHouse ist nicht zu Ende. Das Event ist vorbei, ok, aber die Eindrücke, die Begegnungen, das Miteinander in den Teams, leben weiter. Aufgebaute Kontakte werden weiter verfolgt, begonnene Gespräche weitergeführt …
In den jeweiligen Jugendgruppen, in den jeweiligen beteiligten Gemeinden.
Jesushouse, eine grossartige Erfahrung, und das lokale Anschlussevent steht schon auf dem Plan: Am 04.06.2004, selbe Zeit, selber Ort.

19.03.04: Tod – Wenn der Letzte das Licht ausmacht

Samstag, März 20th, 2004

Freitag, vorletzter Abend. Einige Gruppen wurden uns für heute schon vorab angekündigt, und so kamen wir auf über 170 Leute. Die Empore wurde geöffnet, weitere Sitzplätze auf dem Boden vorbereitet.
Auch aus Berlin werden Rekordzahlen gemeldet: 115.000 Besucher … das Fassungsvermögen des Tränenpalastes ist gesprengt, ein weiterer Saal im nahebeigelegen Bundespresseamt musste angemietet und angebunden werden….

Diesmal machte bei uns in Duisburg die Hausband des Veranstaltungsortes, Jeremy One seven, Stimmung, und auch diesmal gab es einen flüssigen Übergang in die Satelliten-Übertragung. Kurz vor Ende wird der Ablauf Routine.

Aber nur der Ablauf, denn ansonsten ist jeder Abend anders. Andere Menschen, andere Begegnungen, andere Gespräche. Immer neue Themen, von denen sich die Besucher ansprechen lassen.

Berlin: Musikalischer Gast des Abends war Nathalie Makoma, die mit ihren Songs und ihrer Art das Publikum recht schnell in Bewegung und ihre Message an den Mann brachte.

Auch diesmal waren die drei Gesandten von Karl-Heinz unterwegs um den Interview-Gast des Abends aufzuspüren: Sabatina James, von deren hübschen Gesicht sie sich beinahe hätten ablenken lassen, wenn Schmidt nicht eingegriffen hätte.

Im Interview konnten wir dann erfahren, wie ein Mensch in unserem Alltag der westlichen Welt mit einer ständigen Todesgefahr kämpfen muss. Sabatina, vom Islam zum Christentum konvertiert, hat damit ihr Todesurteil unterzeichnet und ist nun in ständiger Todesangst. Denn das islamische Gesetz schreibt vor, dass sie nun sterben muss. Und die Drohung geht sogar von der eigenen Familie, von den Eltern aus.
Ihre Geschichte ist in ihrem Buch nachzulesen: “Sabatina, vom Islam zum Christentum - ein Todesurteil”.

Gesanglich umrahmt von Steffi Neumann, Sängerin der Band “Trinity”, erzählte Christina Riecke in eindrücklichen Bildern vom Verbrecher Barrabas, dessen Todesurteil aufgehoben wurde, weil ein anderer, Jesus, an seiner Stelle gestorben ist.
Sie macht deutlich, dass Jesu Tod nicht nur Barrabas von seinem Todesurteil befreit hat, sondern dass dieser stellvertretende Tod auch uns allen heute gilt.

Auch an diesem Abend wurden viele vom Thema angesprochen und sind dem Ruf zur offenen Türe gefolgt.

Da der Raum bis 23:00 Uhr offen blieb, und ein Bistro uns mit Cocktails und Salaten versorgte, blieben viele noch, und es kam zu weiteren guten Gesprächen und zu guter Laune im Saal.

Auch am Samstag bleibt der Saal samt Bistro bis 23:00 Uhr offen. Der letzte Abend, die letzte Gelegenheit, am Jesushouse-Event teilzunehmen.

Werden wir dich treffen? Wir würden uns freuen …

18.03.04: Der Donnerstag: Glück – Wenn die Sucht kaputt macht

Freitag, März 19th, 2004

Einfach super, dieser dritte Abend:

Angeheizt wurden wir von der Band “Die eXperten” aus der EfG Duisburg Mitte, die mit ihrem rockigen Sound und unterstützt von spontanem Cheer-Leading (danke, Marion ;-) ), eine phantastische Stimmung im Saal zauberten. Die Jungs sind wirklich flexibel, und so konnten wir sekundengenau (!) in die Liveübertragung überblenden.

Auch aus Berlin gab es gute Mucke. Natürlich zu Beginn den Megafon-Trailer der Jesushouse-Band, dann auch die Band “On a Mission” mit Johannes Falk.

Das Thema des Abends: “Glück ? Wenn die Sucht kaputt macht”

Diesmal wurde von den 3B4JH Christina Hörner in die Jesushouse-WG gebeamt.

Sie gab ein sehr bewegendes Interview, in dem sie von ihrem Leben erzählte, vom “Gefühl, nicht selber zu leben, sondern gelebt zu werden”. Wie sie Selbstmordgedanken hatte und nach und nach in die Bulimie abrutschte, und wie mies sie sich fühlte, kotzenderweise neben der Schüssel zu sitzen. Sie berichtete von Einsamkeit innerer Leere und davon, wie sie nach außenhin ein ganz normales Leben vorspiegelte. Dann erzählte sie, wie Jesus sie frei gemacht hat, von der Bulimie befreit hat. So kann sie nun sagen: “Was Gott mir zurückgegeben hat, war meine Würde!”.

Sie drückte das ganze in einem selbstgeschriebenen Song aus, den sie am Piano vortrug: “Don’t you know” - Weisst Du nicht, dass du etwas besonderes bist?

Die Predigt, diesmal von Christina Riecke, ging über die Frau am Jakobsbrunnen und ihre Sehnsucht nach Liebe. Sie lud die Besucher im Tränenpalast und an den 730 Veranstaltungsorten dazu ein, die Sehnsucht, die in jedem Menschen steckt, durch Jesus stillen zu lassen. Sie brachte die Sache auf den Punkt, und man konnte auch im Saal vor Ort merken, dass sie nicht wenigen Zuschauern aus der Seele sprach.

Umrahmt wurde das Ganze von Njeri Weth, die mit sehr souliger Stimme und einfühlsamen Sound mit ihren Balladen die Stimmung im Saal in Berlin und bei uns vor Ort einfing und wahrhaft unter die Haut ging.

Hinweis:
Interviews, Songs und die Predigt sind auch als MP3-Mitschnitt auf den Jesushouse-Seiten erhältlich:

Talk Musik

16.03.04: Der erste Abend…

Mittwoch, März 17th, 2004

Mit noch ein wenig Anpannung und Nervosität gingen die Mitarbeiter am gestrigen Dienstag in die erste Abendveranstaltung. Bis kurz vor Start wurden noch Absprachen getroffen, das Letzte vorbereitet und die Technik einjustiert.

Dann ging es los: Der CVJM stimmte uns mit Chor und Dance in den Abend ein und auch die Moderatorinnen Beate und Linda sorgten dafür, dass die ca. 80 Besucher im Saal vor Ort “ankommen” konnten.

Nach einem perfekt fließenden Übergang in die Satelliten-Sendung gab es leider zunächst Probleme mit der Tonübertragung aus Berlin, aber das legte sich bald, und wir konnten live die Berliner WG kennenlernen, erfahren, dass Jesushouse seine Stars mittels “3 (B)engel für Jesushouse” in verkappter Matrixmanier anschleppen lässt :-) , und bekamen bewegend zu hören, welche kaputte Kindheit und Jugend der Rapper Martin Rietsch (alias 2schneidig) hatte und wie er bei Jesus “ankam”.

Die Ansprache von Christina und Thorsten zum Thema “Netzanschluss bei Gott - Wie der Mensch findet, was ihn erfüllt” sprach die Zuschauer direkt an. (Ein Livemitschnitt ist als MP3 hier zu finden).

Die Aufforderung, zum Schluss nach vorne zur Türe zu kommen, wurde diesmal noch nicht wahrgenommen, doch ergaben sich während der Zeit nach der Übertragung schon einige gute Gespräche und das Angebot, mit den per Namensschild ausgewiesenen Gesprächshelfern ein tieferes Gespräch zu führen, wurde angenommen.

Die Resonanz der Besucher war trotz gelegentlicher Kritik an der einen oder anderen Stelle (”hätte ein bisschen mehr Musik sein können”, “da war mir das Gerede ein bisschen zu lang”) durchweg positiv und wir bekamen immer signalisiert: “Ich werde die anderen Abende wiederkommen”.

Daher gehen wir motiviert in den nächsten Abend, und freuen uns, dich wiederzusehen oder vielleicht zum ersten mal bei uns begrüßen zu dürfen.